Brieftauben im Datentransport
Irgendwo in den Tiefen des Internet machte jemand spöttelnd den Vorschlag, Daten mit Brieftauben zu übermitteln. Ein anderer zeigte auf, was diese Täubchen alles können. Da bekam ich einen Schreck: Mit Hilfe von Brieftauben, einer gehobenen Klasse unter der Ratten der Lüfte, könnten Terrorristen heimlich Daten übermitteln und erhalten. Nicht auszudenken, wohin das alles führen kann!
Lage:
Für den Transport sensibler Daten kann ein Brieftauben-Transportweg eingerichtet werden. Diese Tiere können, je nach Art, fast jeden Winkel der Welt erreichen. Ab und zu bringen sich der Sender und der Empfänger ein paar ihrer Täubchen vorbei, und die geheime Datenübertragung ist gesichert. Eventuelle Datenverluste sind gering. Dem Vogel ist's egal, ob er einen Liebesbrief oder einen verschlüsselten Microchip mit Schlüssel/Daten transportiert. Das Ganze ist zwar ein uralter Kommunikationsweg, aber es gibt auch heute noch interessante Anwendungsmöglichkeiten.
2 Beispiele:
Joachim - ein Schicksal
Lesen Sie mehr...
Die Geschichte vom kranken Stiefsohn
Merkwürdige Ansichten eines Vaters
Wehe den Söhnen , die solche Väter haben
Fluch den Vätern, die ihre Söhne so behandeln!
Fluch den Reichen, die keine Barmherzig kennen.
Euer Reichtum wird ein Ende nehmen,
wenn euer Denken und Handeln bekannt wird
Der Vater in dieser Geschichte ist eine
„konstruierte Figur“, aber die ihm hier in
die Taste gelegten Worte spiegeln einen konkreten Fall
wieder. Übereinstimmungen mit lebenden Personen sind
rein zufällig; alle Abkürzungen deuten
nicht
auf Realnamen oder
Orte hin. Die Figur des Vaters spiegelt einen Menschen,
dem Rücksichtnahme ein Fremdwort ist. Aufgrund seiner
sehr erfolgreichen beruflichen Karriere zählt er zu den
Unbelehrbaren, und er ist völlig beratungsresistent.
Der Vater sieht alles nur durch die Brille Geld. Sollte
sich ein Vater wiedererkennen, so ist dies bedauerlich
und tragisch für den Betreffenden. Ein Blick in den
Spiegel wäre dann notwendig.
Alle Texte sind aus dem Internet gefischt, ihr
Wahrheitsgehalt ist nicht überprüfbar.
Der Sohn ist im wahrsten Sinne des Wortes Opfer, und
seine Heilung erweist sich als überaus schwierig. Dies
liegt vor allem daran, weil der Sohn eine starke (und
erklärbare) Vaterbindung verinnerlicht hat. Leider
sieht der Vater alles nur durch die Brille Geld.
Dieser
Arbeitstext dient zu Lehrzwecken.
Der Arbeits-/Interessengruppe werden zusätzliche
Informationen gegeben.
(Internetforum)
Vater:
Ich bin 51 Jahre alt, ein zielstrebiger, erfolgreicher
und angesehener Geschäftsmann, in zweiter Ehe
verheiratet, habe ein Töchterlein und bin eigentlich
zufrieden mit dem Leben. Aber es gibt Schwierigkeiten
mit meinem nun 19-jährigen Sohn aus erster Ehe.
Mit meiner ersten Frau habe ich Pech gehabt. Wir hatten
geheiratet, weil dieses Kind unterwegs war. Nach kurzer
Zeit stellte sich aber heraus, dass wir nicht
zusammenpassten. Nachdem dieser Sohn geboren war,
hatten wir nur noch heftigen Streit, der nicht nur
verbal geführt wurde. Es kam zur Scheidung mit einem
Rosenkrieg, den ich meinem ärgsten Feind nicht gönne.
Meine Ex wollte nur Geld, Geld und nochmals Geld. Der
Sohn wurde ihr zugesprochen, obwohl sie ihn nicht
mochte. Ich erzwang per Gerichtsbeschluss, dass ich ihn
wöchentlich 4 Stunden bei mir haben durfte.
Als er in die Schule kam, gab es die ersten
Schwierigkeiten. Er verstand sich nicht mit den anderen
Kindern und griff sie auch tätlich an, sodass ein
Psychologe eingeschaltet werden musste. Dieser
diagnostizierte depressive Störungen und behauptete,
mein Sohn habe grosse soziale Schwächen im Umgang mit
anderen. Er sollte auf eine Sonderschule. Das konnte
ich aber per Anwaltsbeschluss verhindern. Danach
änderte sich sein Verhalten. Er zog sich laut Angaben
meiner Ex zwar immer auf sein Zimmer zurück, aber er
war froh, wenn er sich mit mir treffen konnte. Ich habe
ihn dann auch häufiger mit auf Reisen genommen, bei
denen es ihm an nichts mangelte. Wir hatten ein sehr
gutes Verhältnis.
Das änderte sich, als er in die Pubertät kam. Ich kam
nicht mehr an ihn heran, was sich dadurch erschwerte,
dass er in schlechte Kreise kam und kiffte. Nach der
Berufsfachschule hat sich die Situation nun verschärft.
Nun feiert er krank und will immer wieder Geld von mir.
Seinen Chef kann ich nur dank meiner Beziehungen zu ihm
davon abhalten, dass er ihm kündigt. Eine Psychologin
hat ihm eingeredet, er habe eine Depression und
empfiehlt sogar eine Klinik.
Ich kann nur sagen, er ist faul und will sich auf meine
Kosten ein gutes Leben machen. Er scheint auch in
finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, obwohl ich ihm
400 CHF/Monat Taschengeld zahle. Kürzlich ist er bei
seiner Mutter ausgezogen. Als Begründung sagte er, sie
habe ihn nur noch beschimpft. Ich habe aber die
Befürchtung, dass er schwul sein könnte, denn er ist zu
einem Freund gezogen. Was kann ich machen? Soll ich ihm
den Geldhahn zudrehen? Er ist ja volljährig. Ich habe
keine Lust, ihn weiter zu unterstützen. Ich hasse seine
Faulheit.
Kann mir hier jemand weiterhelfen?
A1w:
Hast Du jemals in Erwägung gezogen, dass Dein Sohn
tatsächlich psychische Probleme haben könnte?
A2w:
Dein Text klingt sehr lieblos.
Hast du
mal überlegt, warum sich mit der Pubertät alles
änderte? Fing er da selber an zu denken? Warum war das
Vertrauen weg? Was hast DU getan?
Ich stell dir auch diese Frage: Hast du jemals in
Erwägung gezogen, dass Dein Sohn tatsächlich psychische
Probleme haben könnte?
Wichtig ist es jedenfalls, dass du deinen Sohn
anfängst, zu respektieren und zu lieben. Und ihm das
dann auch noch zu zeigen.
Kannst du dies überhaupt???
A3w:
Was wäre denn so schlimm dran, wenn dein Sohn schwul
wäre?
ich denke aber, dein Sohn braucht wirklich Hilfe.
A4w:
Das klingt nach einer sehr lieblosen und traurigen
Sicht auf den eigenen Sohn. Wieso bist du dir so
sicher, was mit deinem Sohn los ist (also dass er nur
faul ist, dass die Depression nur eingeredet ist)? Du
scheinst doch nicht sehr viel an seinem Leben
teilzuhaben?
A4n:
Ich glaube nicht, dass sein Verhalten etwas mit
Faulheit zu tun hat.
Vermutlich hat er psychische Schwierigkeiten, grade
wenn er bei seiner Mutter sein musste, welche ihn nicht
mochte (das ist grausig,hat ihm vielleicht psychisch
sehr geschadet)
Wie soll er denn ein gutes Bild über Frauen bekommen
?
Auch der grosse Streit zwischen dir und deiner Frau
wird ihm als Kind wahrscheinlich geschadet haben, so
etwas wirkt sich grade später bei einem Jugendlichen
negativ aus..
Es ist gut und wichtig, dass er von seiner Mutter
wegzog..
Versuch zu ihm ein Vertrauensverhältnis zu ihm
aufzubauen...unternimm etwas nettes mit ihm, sei
freundlich zu ihm, lobe ihn auch mal,versuch ihn zu
stärken....(auf jeden Fall solltest du ihn nicht
beleidigen und dich abwertend zu ihm verhalten)
Das Geld würde ich ihm auch weiter zahlen, aber er
sollte eine gute Therapie machen..
Ich denke,dass es stimmt,dass er Depressionen
hat.
Er wird deine Zuneigung, Bestätigung, Aufmerksamkeit,
Zeit und Liebe noch mehr brauchen als dein Geld. Aber
vielleicht hast du ja nur Geld?
Vater:
Ich habe die Diagnose gelesen. Die Psychologin
(Psychiaterin) will nicht mir reden, weil mein Sohn es
nicht will. Aber ich halte auch nicht viel von dieser
Art Menschen. Mein Sohn ist nicht verrückt. Ich gebe
ihm gute Ratschläge, aber er hält sich nicht
daran.
Ich bin nicht lieblos. Aber ich weiss nicht weiter. Am
liebsten würde ich ihm die 400 € auch nicht mehr
geben. Er ist nun alt genug und muss auf eigenen Beinen
stehen. Und wie gesagt, er muss ja nur so handeln, wie
ich es ihm sage.
Ich bin mir nicht bewusst anders gehandelt zu haben,
als vorher. Aber ich habe den "Kontakt" zu ihm
verloren. Wir telefonieren zwar, aber er hört nicht auf
mich. – In meiner Familie gab es nie psychische
Probleme.
A4n:
Ich vermute auch,dass ihm in seinem ganzen
Leben die Liebe, Einfühlungsvermögen, Verständnis,
Warmherzigkeit, positiver Umgang und Liebe
fehlte.
Dadurch kann jemand depressiv, antriebsschwach und
lustlos werden. ... Und wie hätte er bei seiner
Geschichte (zerstrittene Eltern,schwierige Mutter )
soziale Kompetenzen erlernen sollen ?
Wenn du etwas dafür tust, dass sich eure Beziehung
verbessert und liebevoller wird, hätte er viel bessere
Chancen etwas beruflich auf die Reihe zu
kriegen..
Versuch mal sein Verhalten zu verstehen...
A5w:
Wie alt war dein Sohn, als du dich von deiner ersten
Frau getrennt hat und was hat er von euren
Auseinandersetzungen (du schreibst, dass der Streit
"nicht nur verbal" geführt wurde) mitbekommen? Hatte er
je die Chance, mit euch über das Erlebte zu reden oder
es mit Hilfe von Aussenstehenden zu verarbeiten?
Für mich hört sich das alles so an, als ob er von
Anfang an das Gefühl bekommen hat, nicht gewollt zu
sein – er ist schuld, dass deine erste Frau und
du heiraten musstet, obwohl es nicht passt. Er wurde
als Mittel der Mutter benutzt um Geld zu erhalten, von
"falschen Freunden" dann die Aufmerksamkeit bekommen,
die er von euch nicht erhalten hat und damit
abgerutscht.
Ihm jeden Monat 400 CHF zu überweisen ist zwar nett von
dir und erleichtert sicherlich dein Gewissen, ich
denke, hinter seinem Verhalten stecken aber ganz andere
Nöte.
Wann hast du dich das letzte Mal mit ihm ernsthaft
unterhalten? Vermittelst du ihm den Eindruck, dass es
für dich ein Problem ist, wenn er schwul wäre?
Drehst du ihm einfach kommentarlos den Geldhahn zu,
kann ich mir gut vorstellen, dass er Hass auf dich
entwickelt (du nimmst ihm das Einzige, was er von dir
noch erhält), komplett dicht macht und du gar keinen
Weg mehr hast, überhaupt einen Draht zu ihm
aufzubauen.
A6n:
Vielleicht liebst du ihn auch, aber du schreibst über
ihn sehr abwertend,hart und lieblos..
Du solltest Therapeuten oder Psychologen nicht
verachten. Deine Meinung über sie zeugt nicht von
deiner Klugheit, eher von grosser Dummheit.
Vater:
- Ich mag Schwule nicht. Ich halte das nicht für
normal. Er kann ja Hilfe von mir bekommen. Dann muss er
aber endlich arbeiten. Das muss ich auch.
- Er machte immer schon Ärger. Ich glaube auch, dass
meine Ex ihn negativ beeinflusst hat. Seit ein paar
Jahren kommt er nur noch zu mir, wenn ich ihn
herbeizitiere. Ich glaube nicht, dass er wirklich krank
ist.
- Als ich mich damals mit meiner Ex stritt, war er noch
sehr klein. Ich kann kein Vertrauensverhältnis zu ihm
aufbauen, wenn er so bleibt, wie er ist. Geld war
bisher auch kein Problem. Er hat alles bekommen, was er
wollte. Er stand sich viel besser als andere Kinder. An
Geld hat es ihm nicht gemangelt. Aber er muss jetzt
ernsthaft werden.
Wie soll ich ihn respektieren, wenn er so ist, wie er
jetzt ist? Ich konnte mir solche Ausfälle nie
erlauben.
Jetzt scheint er auch nicht mehr genug zu essen, obwohl
er es früher gerne tat. Aber er war schon immer
wählerisch.
A7w:
Diese ganzen Aussagen ey.. das erinnert mich sooo sehr
an meinen eigenen Vater .. könnt ich echt Erbrechen
....
Vater: "Vielleicht liebst du ihn auch, aber du
schreibst über ihn sehr abwertend, hart und
lieblos."
Ich habe ihn früher lieb gehabt. Aber er liebt mich
vermutlich nicht. Ich habe den Verdacht, dass er nur an
meinem Geld interessiert ist. Sollte er schwul sein,
dann habe ich tatsächlich Schwierigkeiten mit
ihm.
A8w:
Ohje, ich denke, zunächst solltest du über dich selber
und deine Einstellung zu psychischen Problem,
Psychiatern und anderen Lebenswegen als deinen
nachdenken.
Nur weil du deinen Weg (offensichtlich erfolgreich)
gegangen bist, heisst es nicht, dass der deines Sohnes
auch so aussehen muss. Er hat ja gesehen, wohin es
führt – Streit mit der 1. Frau (was war da
tatsächlich wenn's nicht nur verbal war), keine
Akzeptanz in sozialen Gefügen und oft die Reduzierung
auf Geld.
Ja, es hat ihm an nichts gefehlt, was man für Geld
kaufen kann. Aber scheinbar hat das ja nicht
gereicht.
Dein Sohn ist heute das Ergebnis einer jahrelanger
Entwicklung, an der
DU als
Vater massgeblich Teil hast. Dass er heute so ist, wie
er nun mal ist, hast du mit beeinflusst und daher
solltest du deinen Sohn so annehmen wie er ist.
Wahrscheinlich merkt er, wie unzufrieden du mit ihm
bist, stell dir vor, er ist tatsächlich schwul (und er
wird sicher deine altmodische Meinung über Schwule
kennen), glaubst du nicht, dass er jemanden braucht,
der ihn unterstützt, sich seinen Vorlieben offen zu
stellen? Er wird eh so unsicher sein, dass sich die
Ablehnung des eigenen Vaters sicherlich nicht positiv
auf ihn auswirken wird.
Und wenn er schwul sein sollte (was du überhaupt nicht
weiss [Mod: und was auch nicht feststeht]), dann wirst
du mit deinen Spielchen (er muss erwachsen werden, er
muss nur das tun, was ich ihm sage...) sicher nicht
dazu bringen können, heterosexuell zu werden. Also
freunde dich vorsorglicherweise schon mal damit an,
dass er homosexuell sein könnte.
A9w:
Zitat: „Ich habe die Diagnose gelesen. Die
Psychologin (Psychiaterin) will nicht mir reden, weil
mein Sohn es nicht will.
Aber ich halte auch nicht viel von dieser Art
Menschen. Mein Sohn
ist nicht verrückt. Ich gebe ihm gute Ratschläge, aber
er hält sich nicht daran.“
Ehrlich
gesagt bin ich grade etwas fassungslos und weiss nicht,
ob ich dir wünschen soll, dass du selber mal die Hilfe
"dieser Art Menschen" benötigst.
Welche Vorstellung hast du von Psychiatern? Die Zeiten
der Zwangsjacke sind vorbei...
Zitat:
„Die Psychologin (Psychiaterin) will nicht mir
reden, weil mein Sohn es nicht will.“
Sie
darf nicht
mit dir reden, weil dein Sohn es nicht will. Er ist
volljährig.
Zitat:
„Und wie gesagt, er muss ja nur so handeln, wie
ich es ihm sage.“
Als
Elternteil denkt man immer, man weiss was gut für sein
Kind ist und will nur das Beste, aber hast du mal
überlegt, wie dein Sohn sich dabei fühlen könnte?
Ich kenne das von mir selber, als ich in meinem Leben
eine Durchhängerphase hatte. Das letzte, was ich wollte
und gebrauchen konnte, waren die Ratschläge meiner
Eltern anzunehmen, nur damit hinterher mit
triumphierendem Lächeln behauptet werden konnte: siehst
du...!
Mag sein, dass deine Ratschläge für seine Situation die
vernünftigsten sind, nur manchmal müssen (wir) Kinder
erstmal auf die Schnauze fallen und unsere eigenen
Erfahrungen sammeln, bevor wir guten Gewissens zugeben
können, dass wir mal besser auf die Eltern gehört
hätten.
Zitat:
„Aber ich habe den "Kontakt" zu ihm
verloren“
Bitte
verbessere mich, wenn es anders sein sollte!
Ein Treffen bzw Telefonat zwischen euch stelle ich mir
so vor, dass sie meistens aus deinem Bestreben heraus
stattfinden. DU reitest die ganze Zeit auf seinen
Problemen herum (weil du dir Sorgen machst, das
verstehe ich) und er antwortet einsilbig oder
ausweichend.
Überlege vielleicht mal, ob es für dich akzeptabel wäre
zu sagen: Junge, du hast Probleme, aber wenn du Hilfe
brauchst und darüber reden willst, bin ich für dich da,
doch lassen wir das Thema jetzt, gehen wir lieber
Bierchen trinken/Kino/Bowling, was auch immer.
Ich denke, je mehr du ihn dazu drängst, seine Probleme
nach deiner Art zu lösen, desto mehr wird er sich
zurückziehen und den Kontakt zu dir einstellen. Ganz
einfach aus dem Grund, weil ihm die Treffen unangenehm
werden und seinem Selbstwertgefühl wohl auch nicht
grade gut tun, denn wer bekommt schon gerne ständig
erzählt, was in seinem Leben schief läuft?
Vater:
Zitat: "Wie soll er auf eigenen Beinen stehen, wenn du
ihm vorschreiben willst, wie er zu handeln hat? Warum
muss er so handeln, wie du das willst? Vielleicht ist
das nicht der richtige Weg für deinen Sohn?"
Er kann dann auf eigenen Beinen stehen, wenn er
beruflich etwas auf die Beine stellt. Dazu kann er mich
als Beispiel nehmen. Kürzlich habe ich nochmals einen
Anlauf gemacht und wollte ihn mit auf eine
Geschäftsreise nehmen. Das hat er abgelehnt. Er könne
mich nicht ertragen, hat er mich angeschrien. Dabei
habe ich alles auf solchen Reisen für ihn getan.
Mancher in seinem Alter wäre froh, wenn er soviel Luxus
geboten bekäme.
Ich gebe zu, dass ich ihn in letzter Zeit sehr schnell
anschreie. Er nervt mich mit seinem Lebensstil einfach.
A10w:
Zitat:
„Ich habe den Verdacht, dass er nur an meinem
Geld interessiert ist.“
Mehr
hast offensichtlich auch nicht zu bieten. Warum sollte
er zu Dir kommen?! Es ist offensichtlich, dass Du
genauso wenig Interesse an seinem Leben hast, solange
er nicht so funktioniert, wie Du es gerne
hättest.
A11w:
Zitat:
„Ich habe die Diagnose gelesen. Die Psychologin
(Psychiaterin) will nicht mir reden, weil mein Sohn es
nicht will. Aber ich halte auch nicht viel von dieser
Art Menschen. Mein Sohn ist nicht verrückt. Ich gebe
ihm gute Ratschläge, aber er hält sich nicht
daran.“
Er hat
Probleme, er kommt nicht klar, Psychologen, Therapien
können helfen. Es ist völlig wurscht, ob du Psychologen
gut findest, oder welche Vorurteile du der Psychologie
entgegenbringst. Du willst, dass es deinem Sohn besser
geht, also akzeptiere die Psychologin als mögliche
Hilfe.
Mein Vater hat die gleiche Einstellung wie du, aber mir
hat eine einfache Therapie sehr geholfen. Da ist nichts
dabei – ich habe es halt (wie leider viele andere
Dinge auch) vor ihm verheimlicht. Wenn du die Art und
Weise wie er ist (die Hilfe die er sich sucht, sogar
die sexuelle Orientierung), derart verurteilst, dann
ist es doch logisch, dass er sich vor dir verschliesst.
Übrigens lehnt mein Vater psychologische Hilfe in
erster Linie beim eigenen Nachwuchs ab – bei ihm
ist es einfach die Angst, dass der Therapeut in der
Vergangenheit Dinge thematisieren könnten, die gut
verschlossen sein sollten und die – erneut
ausgegraben – die Beziehung zu ihm schädigen
könnten.
Zitat:
„Ich bin nicht lieblos. Aber ich weiss nicht
weiter. Am liebsten würde ich ihm die 400 CHF auch
nicht mehr geben. Er ist nun alt genug und muss auf
eigenen Beinen stehen. Und wie gesagt, er muss ja nur
so handeln, wie ich es ihm sage.“
Vielleicht
hat er nicht gelernt auf eigenen Beinen zu stehen. Weil
es ihm finanziell immer gut ging. Wei er SELBST nicht
weiss, was ihm gut tut – weil er nur das tun
muss, was andere ihm sagen.
Zitat:
„... er machte immer schon Ärger. Ich glaube
auch, dass meine Ex ihn negativ beeinflusst hat. Seit
ein paar Jahren kommt er nur noch zu mir, wenn ich ihn
herbeizitiere. Ich glaube nicht, dass er wirklich krank
ist.“
Er
machte immer schon Ärger – weil er sehr klein
war, als ihr euch getrennt hab. Eine unschöne Trennung?
Gewalt? Das macht IMMER was mit dem Kind, auch wenn man
das nur allzu gerne komplett auf die/den Ex schiebt,
auch wenn man sich das nicht eingestehen möchte. Hast
du ihn mal gefragt, ob/wie es ihm damit ergangen ist so
aufzuwachsen? Warum bist du so überzeugt, dass er
gesund ist? Trotz Diagnose? Was spricht GEGEN eine
Depression? Du musst doch solide Gründe für deine
Meinung haben (ausser, dass du es dir sehr
wünschst).
Zitat:
„Ich kann kein Vertrauensverhältnis zu ihm
aufbauen, wenn er so bleibt, wie er ist.“
Du
kannst auch kein Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen,
wenn DU so bleibst wie DU bist. Wenn du willst, dass
ihr euch aufeinanderzubewegt, dann musst du dich mit
dem Gedanken anfreunden, dass dein Sohn nicht ist wie
du, nicht die Dinge tut, die du dir wünschst, nicht
handelt wie du es verlangst und vielleicht nicht mit
Frauen schläft. Es ist doch absurd zu denken: "Er muss
nur sein, wie ich ihn will, dann würden wir uns schon
verstehen"
Zutat:
„wie soll ich ihn respektieren, wenn er so ist,
wie er jetzt ist? Ich konnte mir solche Ausfälle nie
erlauben.“
Er ist
nicht du. Was hat Respekt damit zu tun? Den bekommt er
nur, wenn er ist wie du?
Zitat:
„Jetzt scheint er auch nicht mehr genug zu essen,
obwohl er es früher gerne tat. Aber er war schon immer
wählerisch.“
Vielleicht
weil er ein Problem hat?
Ich möchte dich nicht angreifen, versteh mich nicht
falsch – aber für dich scheint die Situation so
klar zu sein, dass du nicht einmal versuchst deinem
Sohn auf Augenhöhe zu begegnen, dich in ihn
hineinzuversetzen. Wie kannst du denn so über ihn
urteilen, wenn du das nicht kannst? Wenn du – wie
du selbst sagst, schon lange keinen Draht zu ihm hast?
Das ist, was ich nicht verstehe...
A12w:
Zitat: Ich habe die Diagnose gelesen. Die Psychologin
(Psychiaterin) will nicht mir reden, weil mein Sohn es
nicht will.“
Ist auch
gut und richtig so. Grade Psychologen achten peinlich
genau auf die ärztliche Schweigepflicht, weil das
Durchsickern von Informationen an Dritte verheerende
Folgen für den Betroffenen haben
kann!
Zitat: Aber
ich halte auch nicht viel von dieser Art
Menschen.“
Sprichst
du immer so über andere? So abschätzig?
Es ist wurscht, was du über diese Art Menschen denkst,
Fakt ist, dass Psychotherapie oft der einzige Ausweg
aus der Krise für Betroffene ist. Krankenkassen
bezahlen ja nicht aus Spass an der Freude für
Gesprächstherapien, sondern weil es erwiesenermassen
hilft.
Zitat:
„Mein Sohn ist nicht verrückt.“
Da bin
ich ja mal gespannt, wie du dir den klassischen
"Verrückten" vorstellst... Dein Sohn ist definitiv
nicht verrückt, aber vermutlich
psychisch krank
Zitat:
„Ich gebe ihm gute Ratschläge, aber er hält sich
nicht daran.“
Kennst
du den Spruch "Ratschläge sind auch Schläge"? Dein Sohn
muss das beste für sein Leben tun, und nicht das, was
dir als Vater grad so gefällt. Depressive ignorieren
nicht aus Bösartigkeit die Tipps von aussen, sondern,
weil sie die Welt ganz anders wahrnehmen als ein
Gesunder. In der akuten Depression kann man das Gute am
Leben, Ziele, nicht mehr sehen, stattdessen erscheint
einfach alles sinnlos und leer. Glaubst du echt, man
fühlt sich gut, wenn man sieht, wie Gleichaltrige ihr
Leben scheinbar so einfach meistern und man selbst hat
schon damit zu kämpfen, die blosse Existenz
auszuhalten? Aber man braucht einfach die ganze Kraft,
die man noch hat, um über den Tag zu kommen.
Zitat:
„Ich bin nicht lieblos. Aber ich weiss nicht
weiter. Am liebsten würde ich ihm die 400 CHF auch
nicht mehr geben. Er ist nun alt genug und muss auf
eigenen Beinen stehen. Und wie gesagt, er muss ja nur
so handeln, wie ich es ihm sage.“
Du
kommst aber sehr lieblos rüber. Vater-Sein hört nicht
mit dem 18. Geburtstag des Kindes auf, Vater ist man
ein Leben lang. Dafür hat man ja Familie, damit man in
den Momenten aufgefangen wird, wenn man selbst nicht
mehr weiterkommt.
Zitat:
„Und wie gesagt, er muss ja nur so handeln, wie
ich es ihm sage.“
NOCHMALS:
Psychische Erkrankungen gehen oft mit einer starken
Einschränkung der Wahrnehmung einher. Machst du einem
Blinden Vorwürfe, weil er nicht sieht, obwohl du ihm ja
so tolle Beschreibungen von der Natur gegeben
hast?
In
meiner Familie gab es nie psychische Probleme.
Was
willst du uns damit sagen, "Von mir kann er diese
schlechten Eigenschaften nicht haben"?
A13w:
Dein Thread beginnt mit „Ich
bin 51 Jahre
alt, ein zielstrebiger, erfolgreicher und angesehener
Geschäftsmann, ...“
für mich
zuviel Selbstlob..................Selbstverherrlichung,
denn eigentlich interessiert es niemanden, die Probleme
deines Sohnes stehen im Vordergrund.
Zitat:
„Mit meiner ersten Frau habe ich Pech gehabt. Wir
hatten geheiratet, weil
dieses Kind
unterwegs war.“
Und
dieses sogenannte Pech hast du auf dein Kind
übertragen.
Du schreibst ausführlich was du für deinen Sohn getan
hast, bezieht sich aber nur auf materielle
Zuwendungen.
Hast du ihm einmal gezeigt, dass du ihn liebst, dass er
jeder Zeit zu dir kommen kann?
Nicht nur 4 Stunden!
Das was dein Sohn bisher vermisst hat ist Liebe und
Zuneigung.
Die Trennung von seiner Mutter war sicher der richtige
Schritt, aber jetzt bist du gefragt ihm den richtigen
Weg zu zeigen.
Setzt euch zu einem Gespräch zusammen, erkläre ihm den
Weg, den er jetzt gehen könnte ohne sich selbst zu
zerstören.
Ist er dazu nicht bereit, dann habt ihr als Eltern
versagt.
Vater:
Zitat: "Ein Treffen bzw Telefonat zwischen euch stelle
ich mir so vor, dass sie meistens aus deinem Bestreben
heraus stattfinden."
Ja, in der letzten Zeit ist es so. Er ruft nur an, wenn
er Geld braucht. Das habe ich ihm bisher auch gegeben.
Aber es ist ein Fass ohne Boden.
Zitat: "DU reitest die ganze Zeit auf seinen Problemen
herum (weil du dir Sorgen machst, das verstehe ich) und
er antwortet einsilbig oder ausweichend."
Ja, ich nenne die Probleme beim Namen. Wäre er nicht so
faul, wäre alles anders. Er kann, wenn er will. Das hat
mir sein Chef bestätigt. Der war bisher auch ganz
zufrieden mit ihm. Aber seit einem Jahr läuft auch da
manches schief. Er konzentriert sich nicht auf seine
Arbeit.
Zitat: "Überlege vielleicht mal, ob es für dich
akzeptabel wäre zu sagen: Junge, du hast Probleme, aber
wenn du Hilfe brauchst und darüber reden willst, bin
ich für dich da, doch lassen wir das Thema jetzt, gehen
wir lieber Bierchen trinken/Kino/Bowling, was auch
immer."
Das habe ich getan. Es hat aber nichts genutzt. Beim
letzten Treffen hat er auch einen Typen (Freund)
mitgebracht. Der erschien mir auch nicht sauber zu sein
(schwul?). Auf meine entsprechenden Anspielungen
reagierten beide komisch.
Ich denke, meine Ex hat ihn verdorben. Die war auch nur
auf Geld aus. und hat sich auf meine Kosten ein schönes
Leben gemacht. Allerdings soll sie auch ziemlich viel
getrunken haben.
Zitat: "Setzt euch zu einem Gespräch zusammen, erkläre
ihm den Weg, den er jetzt gehen könnte ohne sich selbst
zu zerstören."
Das habe ich gestern versucht. Aber er hat abgeblockt.
Er wollte diesen Freund mitbringen. Das habe ich
abgelehnt, weil dieser mich kürzlich telefonisch
genervt hat. Als ob der wüsste, was meinem Sohn gut
tut.
Zitat: "Ist er dazu nicht bereit, dann habt ihr als
Eltern versagt."
Ich denke eher, dass er ein Versager ist.
-
Im Übrigen ist meine jetzige Frau auch nicht mehr willens zu akzeptieren, dass ich meinen Sohn unterstütze. Als gläubige orthodoxe Christin ist sie der Meinung, dass meine jetzige Familie jeden Rappen braucht, um standesgemäss über die Runden zu kommen. Auch sie weiss, dass Depressionen nur schwache und faule Menschen trifft.
Leider muss ich erkennen, dass ihr alle anderer Meinung seid. Ich beende daher diese Diskussion. Ich will überhaupt nichts wissen, ihr seid einfach nur freche und dumme Gutmenschen. Es gibt eben Invalide und Behinderte, die nicht arbeiten können. Da kann man nichts machen. Soll er zum Sozialamt gehen! Die sind für solche Leute zuständig. Mein Sohn wird ohne mich zurecht kommen müssen. Er ist volljährig und ich aus der Verantwortung. So einfach ist das.
(Quelle)
Was sagt die Bibel zu ...
Eine fast alltägliche Frage
Was sagt die Bibel zu ... ?
Christen orientieren sich an der Bibel, auch wenn diese auf gegenwärtige „Probleme“ oftmals keine, eine falsche oder nur eine indirekte Antwort gibt. Auf die Frage nach der Entstehung der Welt und des Menschen gibt sie eine falsche Antwort. Die Welt wurde nicht in 6 Tagen geschaffen; und „gut“ ist sie auch nicht. (Von D.)
Lesen Sie mehr...Gott straft anders
Ein Rabbi war ein fanatischer Golfspieler. Deshalb hatte er sein Häuschen neben einen Golfplatz gebaut. Dort spielte er jeden Tag - außer am Sabbat.
Nun regnete es lange und ausgiebig, so dass er nicht spielen konnte. Aber am Abend vor dem Sabbat klarte der Himmel auf. Am nächsten Morgen war der Platz trocken und bespielbar, trocken. -
Der Rabbi rang mit sich und seinem Gewissen. Ob er nun trotz des Sabbats Golf spielen solle? Er entschloss sich früh am Morgen, während Andere noch schliefen, eine Runde zu spielen.
Als das jedoch die Engel sahen, bestürmten sie Gott: "Tu doch was, bestrafe ihn, das darf er nicht!"
Gott nickte bedächtig.
Der Rabbi macht seinen ersten Abschlag - und der Ball fliegt direkt ins Hole.
Die Engel fragten verwundert: "Du wolltest ihn doch bestrafen? Und jetzt schenkst Du ihm ein Ass?" Ein Fanatiker unter ihnen zischelte: Was ist das für eine Strafe?!"
Gott antwortete lächelnd: "Ein großartiger Schlag. - Aber wem will er den erzählen?"
Zum Rücktritt Horst Köhlers
>>Download des Pdf<<
Streit um Gebetsräume
Angesichts aggressiver Methoden vor allem religiöser Fundamentalisten ist das Verbot nachvollziehbar.
Das PDF bietet einen Einstieg in das islamische Gebet und weist auf Material zum Thema "unfriedliche Religion" hin.
>> Download der Datei <<
Sexualaufklärung antik
>> Download der PDF-Datei <<
In memoriam Thea Kall - Jahrgedächtnis
Wir hatten uns aneinander gewöhnt.
Danke, dass es dich gab!
>>Trauerrede herunterladen (PDF)<<