Was sagt die Bibel zu ...

(updated)
Eine fast alltägliche Frage

Was sagt die Bibel zu ... ?

Christen orientieren sich an der Bibel, auch wenn diese auf gegenwärtige „Probleme“ oftmals keine, eine falsche oder nur eine indirekte Antwort gibt. Auf die Frage nach der Entstehung der Welt und des Menschen gibt sie eine falsche Antwort. Die Welt wurde nicht in 6 Tagen geschaffen; und „gut“ ist sie auch nicht. (Von D.)

Auf eine moderne, besser wissenschaftliche Fragestellung wie „Was ist Sexualität?“ gibt sie keine Antwort. Über sexuelle Selbstbefriedigung sagt sie „wort-wörtlich“ auch nichts. Eine „Googelei“ in der Bibel „Ist Selbstbefriedigung erlaubt?“ ergibt keine brauchbaren Treffer. Eine Suche nach „Triebtäter“ wäre auch erfolglos, obwohl es in der Bibel eine Geschichte gibt, in der ein ungezügelter Sexualtrieb der Grund zu einem Auftragsmord ist. König David findet Batseba, die Frau eines Offiziers aus seiner Soldateska, saugeil. Obwohl er in seinem Harem schon zahlreiche Zuckerschnecken hatte, mit denen er Sex haben konnte, bestellte er sie in seinen Palast... und schwängert die Ehefrau des Soldaten. Seinen Kopf konnte er nur aus der Schlinge ziehen, indem er den rechtmäßigen Mann umbringen ließ. - Heutzutage würde ein so sexuell hyperaktiver Mann als Triebtäter bezeichnet werden; einer, der obendrein seine Macht missbraucht. - Dieser Mann und sein Amt wurden zum Vorbild eines Königtums, das im Christentum lange Zeit „in“ war, und das nicht in der Lage war, ein friedliches Miteinander der Völker zu verwirklichen. Die Bibel kennt keine Triebtäter, dafür aber Gesinnungstäter.

Die reiche Witwe Judith bspw. verführte den Kriegsherren Holophernes zum Sex und brachte ihn während der „Nummer“ um. Dadurch wurde sie zum Freiheitsidol. Wäre die Sache schiefgegangen, wäre sie als Märtyrerin oder Selbstmordattentäterin in die Geschichte eingegangen. Die Sexsucht des Holophernes - O- Ton: „Es wäre wahrhaftig eine Schande für uns, wenn wir eine solche Frau gehen ließen, ohne sie gef.... zu haben. Sie würde uns auslachen, wenn wir sie nicht an uns rissen.“ - und seine offensichtliche Vergewaltigungsbereitschaft steht auch nicht zur Debatte.

Die Bibel antwortet nicht auf jede Frage. So würde man in ihr vergeblich eine Antwort auf die Frage „Was ist Sexualität?“ finden. Über Sexualverhalten antwortet sie mit Verboten. Dem Sex vor oder ausserhalb der Ehe wird abgestraft, homosexuelles Tun bringt Gott in besondere Rage. Die Todesstrafe ist der Lohn etwaiger Vergehen.

Auf die Frage „Was ist Gott?“ liefert sie zahlreiche und sehr unterschiedliche Antworten. Gott ist ein zorniger Wüterich und ein liebender Vater zugleich, ein Rächer und Versöhner, ein Zerstörer und Neuerbauer. Leben und Tod geht von seinem Wesen aus. Die Bibel liefert die unterschiedlichsten Antworten auf die Frage nach Gott. - Gepredigt wird bevorzugt ein „Gott der Liebe“, der sich selbstverständlich auch aus der Bibel hinein- oder herauslesen lässt.

Wer in der Bibel eindeutig Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens sucht, kommt nicht umhin, sich an Vorgaben zu halten, die ihm seine Kirche vorgibt. Leider sind diese z.T. grottenschlecht. Folgt man Evangelikalen, antwortet die Bibel „wortwörtlich“. Dann muss man eben glauben, dass die Sonne festgehalten werden kann (damit ein Kriegstag länger werden kann, dass ein Mensch drei Tage im Bauch eines Fisches überleben kann oder über Wasser gehen kann, dass eine in Verwesung befindliche Leiche wieder lebendig werden kann, dass zur Todesstunde Jesu eine Sonnenfinsternis Jerusalem in Finsternis hüllte usw. Für einen nüchtern und wissenschaftlich denkenden Menschen sind viele biblische Antworten abenteuerlich falsch.

So stellt sich die Frage, ob man heutzutage überhaupt noch Fragen an die Bibel stellen sollte. Ich sage: „Nein!“ Sie ist eine Sammlung menschlicher Schriften, deren Schreiber und Redakteure sich einbildeten, den „Willen“ ihre Gottes zu kennen. Ansonsten ist sie ein Werk großer Irrtümer und Widersprüche.

Auf heutige Fragen gibt die Bibel keine zufriedenstellenden Antworten, Man kann sie getrost beiseite legen, wie andere „heilige“ Schriften auch.

Es sei die Frage erlaubt, ob man solche Geschichten Kindern erzählen sollte oder gar muss.

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