Erinnerungen

In memoriam Thea Kall - Jahrgedächtnis

Ich gedenke einer Hausgenossin. Sie starb am 12.05.2009.
Wir hatten uns aneinander gewöhnt.




Danke, dass es dich gab!

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Präsentation des religiösen Unglaubens

Ein ehemaliger Christ begründet seinen Unglauben.


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Leben auf dem Prüftsand

Eine Bastelei aufgrund eines Chat-Gespräches. Der aufmüpfige Philemon riskiert die Lippe und wird auf die Pilgerschaft geführt.
Einleitung


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Dank Bibel besserer Durchblick - Auf der Suche nach Gott

Ein junger Bursche hatte, warum auch immer, ein Hang zur kath. Kirche. Bis zu seinem 14. Lebensjahr hatte der übliche Religionszwang sein Leben beherrscht. Er konnte seine Konfirmation nicht abwehren, aber danach war Schluss. Nie wieder Kirche! Nie wieder Christentum! Die Christen gefielen ihm nicht, ihr Auftreten, ihr Umgang miteinander, ihre Streitereien. Er hatte einige Bemerkungen darüber im Laufe der Zeit aufgeschnappt. Jedenfalls schien die Sache für ihn gegessen. Eine Frage jedoch ging ihm ab und zu durch den Kopf, die nach Gott. Er hielt das für nicht wahrscheinlich. Aber er ging der Frage auch nicht ernsthaft nach, andere waren viel wichtiger. Beispielsweise die, wie er sein Leben „auf die Reihe“ bekäme. Da lag einiges im Argen.

Gibt es einen Gott?

Dies änderte sich schlagartig, als er die ersten eigenständige und eigenverantwortlichen Schritte im Leben machen musste.
Ein kleines Erlebnis, welches hier nicht erzählt werden muss, führte zu einem Vorsatz, zu einer „Wegbestimmung“. „Wenn es einen Gott gibt,“ so sagte er sich, „dann muss er zu finden sein!“ Aber wie? Die Bibel ist der richtige Weg, dachte er sich intuitiv. Er schränkte aber vorsichtshalber ein: ein möglicher Weg. So stellte er die Weichen seines Lebens und machte sich auf seinen neuen Weg.
Die Auswahl derjenigen Christen, bei und mit denen er die Suche durchführen wollte, fiel selbstverständlich auf eine „wahre Kirche“ mit der „richtigen“ Bibel.

Anfang

Kaum hatte er sich entschieden, fühlte er sich wie magisch von dem Jesus, der ihm bei ihnen ständig begegnete, angezogen. Jedenfalls war dieser Schritt in das Unternehmen „Gottsuche“ ein für den nun jungen Mann ein Wendepunkt des Lebens.
Im Gepäck aus seiner Kindheit hatte er eine schwer zügelbare Neugier und ein tiefes Misstrauen gegenüber Autoritäten. Die Neugier saß wie ein Stachel im Fleisch, manchmal wurde sie verhängnisvoll. Sein Problem mit den Autoritäten hatte er einfach im Griff. Sein Motto lautete: Soviel wie nötig - sowenig wie möglich. Es gab nur eine Autorität, die er anerkannte. Sie hieß Jesus. Das war anfangs ziemlich schwierig, denn die Autoritäten wussten mehr über diesen Jesus - jedenfalls behaupteten sie das manchmal. Wenn sie sagten, dieses oder jenes sei „schlechte“ oder verbotene Literatur, so las er sie erst recht. Er hatte Respekt vor den religiösen Vorgesetzten, aber keine Angst. Allerdings waren sie für ihn wie Panther, denen man besser nicht den Rücken zudreht, wenn sie zu nahe sind. Den Spruch „Gehe nicht zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen würst!“ beherzigte er wie möglich.

Vorgesetzte waren für ihn wie ein notwendiges Übel. Er bestimmte seine wirklichen Lehrer, seine religiösen Mentoren selbst.

Das Ganze, die „Gottsuche“, begann mit einer „Lernorgie“, der er sich mit Wonnen hingab. Er lernte „seine wahre Kirche“ kennen, mit allem Drum und Dran. Er lernte ihre Glaubenswahrheiten und machte sich in Sachen Bibel fit. - Gut, dass er anfangs nicht wusste, welche Lernabenteuer ihm bevorstanden. Am Schluss hatte er eine Menge Wissen und Können erworben, um sich eine eigene Meinung darüber zu bilden, was in der Bibel „geschrieben“ steht oder was nicht.

Berufen

Fortan hatte er Jesus auf seiner Seite. Ja, er fühlte sogar diese Beziehung, Er fühlte die Nähe dieses Jesus, der stets und ständig um ihn herum war. Er lebte bewusst nach der Bibel. Nächstenliebe war angesagt. Na ja, er lebte nicht ganz nach der Bibel. Dazu erschienen ihm ihre Anweisungen manchmal zu widersprüchlich. Manche Aussagen erkannte er als Irrtum, wenn er die Bibel wortwörtlich für sich und andere auslegte. Inzwischen hatte er selbstverständlich den heiligen Geist bekommen. Das glaubte er nicht nur, manchmal fühlte er es förmlich. Er war Christ, „richtiger“ Christ in der „richtigen Kirche geworden. Ob sie oder die anderen wirklich die richtigen sind, bezweifelte er zunehmend.
Dass er vom hl. Geist „beseelt“ war, betrachte er nicht als Freifahrschein und glaubte deshalb auch nicht jeden Unsinn, den seine Kirche, seine Glaubensbrüder und -schwestern von sich gaben. Allerdings trieb ihn dieser Geist oftmals in massive Konflikte mit nicht nur religiösen Autoritäten, „Predigern“, anderen „wahren“ Christen.

Schluss

Die Zwistigkeiten unter Christen störten ihn ziemlich. Er wollte dazu beitragen, Frieden unter ihnen zu schaffen, damit sie alle eins würden. Der Jesus des Evangelisten Johannes stellte diese Forderung. Aber das funktionierte nicht.

Die Gründe dazu lagen nicht nur im Bereich der menschlichen Schwächen, Eitelkeiten oder Widerwärtigkeiten, die er mit dem Mantel des Verzeihens, Vergebens und Verständnisses umhüllen konnte. Die Gründe lagen in der Bibel. Sie entpuppte sich zunehmens als Menschenwerk.

Eines Tages sah er ein, dass er Gott weder in noch mit Hilfe der Bibel gefunden hatte. 40 Jahre war er seine Wege durch die Wüsten der Religion gegangen, hatte ihre Berge erklommen, ihre Täler durchschritten, war ihren Untiefen entkommen ...
Dank Bibel war er zur Einsicht gelangt:

Da ist kein Gott!

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Der schwule Linus - spätes inneres und zu spätes äußeres Outing

Hallo anette,

so, ich habe die Geschichte, über die wir uns neulich unterhielten, gefunden. Man könnte sie, wenn ich sie richtig einschätze, auch mit "40 Jahre als Schwuler in einer Kirche" titeln. Winking
Vor ein paar Wochen hatte ich wieder einmal die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. Er machte einen zuversichtlich Eindruck. Lediglich seine damalige Dummheit ärgert ihn noch heute.

Jetzt geht er andere Wege.

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Ohrfeigendes Arschloch? - zwei Ausraster und ein Schimpfwort

Im SPIEGEL ONLINE SCHULSPIEGEL ist zu lesen:

FUROR IN FRANKREICH


Lehrer ohrfeigt Schüler - und erntet Zustimmung

Ein Elfjähriger nannte ihn "Arschloch". Da schlug der Lehrer zu.

Es geht um Lehrer-Action, zwei Ausraster und ein Arschloch.

Dazu ein paar Anmerkungen. Lesen Sie mehr...

Das Kreuz mit den Schimpfwörtern

Scheiß-Deutscher, Scheiß-Christ, Schweinefleisch-Fresser, Scheiß-Kartoffel u.a.m. sind wahrlich keine schmeichelhaften Titulierungen. Die mit solchen Schimpfwörtern angesprochenen Bürger regen sich auf, fühlen sich beleidigt und angefeindet. Einige vertreten die Ansicht, hinter solchen Formulierungen stecke blanker Hass und Inländerfeindlichkeit. Laut FAZ.NET vom 28. Januar 2008 sagte ein Berliner Kripo-Beamter: "Es existiert das Feindbild des Deutschen in Deutschland. Dass Jugendliche, die hier aufgewachsen sind, das so sehen, ist für mich eine erschreckende Erkenntnis.", und er frage sich, "wie wir dahin gekommen sind".
Diese Frage ist wohl einfach zu beantworten: Sie haben diese Beleidigungen und diesen Hass von Deutschen gelernt.
Seit meiner Kindheit und Jugend kenne ich Schimpfwörter, mit denen Menschen aus anderen Ländern "benannt" werden. Käs-Köppe, Itaker, Spaghetti-Fresser, Nigger, Kümmel-Türken, Kanaken, Musels, Bazis, Zigeuner, Fischköppe und Sau-Preißen sind nur eine kleine Auswahl der wenig schmeichelhaften Begriffe, die Deutsche locker vom Hocker in den Mund nehmen, wenn es darum geht, andere Menschen zu titulieren. - "Wie du mir, so ich dir!" ist eine Haltung, die weit verbreitet ist. Flüchtlinge, Migranten oder xyz-stämmige Deutsche bilden diesbezüglich sicher keine Ausnahme.
Ich habe diese Schimpfkanonaden von Erwachsenen gelernt, von Deutschen. Damals versuchte man auch mir beizubringen, dass ich zurückschlagen solle, wenn man mich haut. Später musste ich dann feststellen, dass ich als Weich-Ei bezeichnet wurde, wenn ich versuchte nach dem Spruchwort zu handeln "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem anderen zu!"
Ich habe frühzeitig gelernt, dass auch das Spruchwort "Wer Hass sät, wird Hass ernten!" wahr ist. Deshalb habe ich diese herabwürdigen Bezeichnungen anderer Menschen nicht nur unterlassen, sondern Kinder darauf aufmerksam gemacht, dass man so nicht über andere Menschen spricht. Ich bin halt ein Weich-Ei, aber damit kann ich gut leben.

Kampfverband nach Afghanistan

Heute lese ich in SPIEGEL-ONLINE
"Bundeswehr will Kampfverband nach Afghanistan schicken" (1).
Laut DIE ZEIT spricht man in Berlin "bereits von einer "neuen Qualität" des Engagements am Hindukusch." (2).

Szenenwechsel: Dieser Tage diskutierte ich mit anette im Chat über die 68er. Ich bezog die Position, die 68er hätten viel bewegt und erreicht. Anette sah das anders. Es ging in der Diskussion auch um die Rolle der Bundeswehr, die mittlerweile die Freiheit Deutschlands am Hindukusch "verteidigt" - mit Zustimmung derer, die die Rolle unserer Militärs eher kritisch beäugt hatten.
Jetzt kommt die Katze langsam aus dem Sack. Deutsche Militärs verteidigen nicht nur den Bund, bald werden sie den "Feind" auch angreifen. Sie werden Krieg führen. "Berlin" will es so. Aber "Berlin" wollte schon viel. Nicht immer hat das Frieden gebracht. -
Die Bundeswehr wurde als Verteidigungs-Wehr konzipiert. Jetzt bekommt auch sie eine neue Qualität.

Nochmals Szenenwechsel. In einem KWE war ein Ausschuss unter dem Vorsitzenden Livüne zusammengetreten, um dem 17-jährigen Schüler N.N. die Berechtigung zur Kriegsdienstverweigerung möglichst zu verweigern. Der Vorsitzende war den Beiständen der Antragsteller als Poltergeist, alter Haudegen und Wahrheitsvernebler bekannt; er galt als Musterbeispiel von Wort- und Sinnverdrehungen. Lesen Sie mehr...

Merkstein: Audiatur et altera pars!

"Gehört werde auch der andere Teil!"

Merksätze, Spruchworte oder Weisheiten sollen uns helfen, besser mit den Mitmenschen zurecht zu kommen oder im entscheidenden Moment cool zu bleiben und Richtlinien des Denkens und Handelns einzuhalten. Damit sie uns auch zur rechten Zeit einfallen und "im Eifer des Gefechtes" nicht in Vergessenheit geraten, kann man sich einen Knoten ins Taschentuch machen oder einen Merkstein anfertigen.
Der hier vorgestellte Merkstein wurde von einem jugendlichen Schüler angefertigt, der die Meinungen Anderer kennenlernen wollte, und der stets daran erinnert werden wollte und musste, dass er vergesslich war. Lesen Sie mehr...

Junge Menschen planen Gemetzel? Virtuelle Schüsse in der Schule

Sie waren 13-14jährige Jungs. Sie "spielten" gern mit sich und dem Computer. Der persönliche Computer gehörte irgendwie zu ihrem Leben. Fünfmal pro Woche trafen sie sich allmorgendlich in einem großen Gebäude. Dort hatten sie einen großen Raum für sich, der ihnen enge Grenzen setzte. In dieser Betonschale mit Großraumblick standen (nicht rein zufällig) Computer. Lesen Sie mehr...

Unbefragt und nicht gehört - Kommunikation mit Kindern gestört?

«Meine Meinung hatte keinerlei Einfluss!"»,«Was ich sagte, zählte nicht!»,«Uns hat nie einer gefragt, was wir wollten!» sind Klagen junger Menschen, die als Kinder oder Jugendliche mit Gesetzen in Berührung kommen, die das Wohlergehen und den Schutz vor Übergriffen regeln. "Uns hat nie einer gefragt ..." stammt sinngemäß aus dem Mund der beiden Mädchen in der Film-Doku "Die Frau vom Checkpointcharly" (http://www.daserste.de/checkpointcharlie/), gesprochen in der Sendung (http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/070930/t_cid-4289512_.html). Die Antwort klang - viele Jahre später - immer noch fassungslos.

Die folgenden Beispiele sind aus dem Leben gegriffen. Jedem aber, der meint, er könne die Menschen, um die es ging oder geht, identifizieren, dem sei geflüstert: "Sie dienen als Beispiele; sie stehen stellvertretend für viele unter uns".
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Gut? Für wen?

Die Geschichte des Etoscha-Parks ist ein Glücksfall für Afrikas gefährdete Fauna. Dort, wo heute Tiere bestaunt werden können, lebten vor 100 Jahren Menschen, die dort vor langer Zeit eine Heimat gefunden hatten. Buschleute vom Stamme der Hai//om, Jäger und Sammler, mussten den Tieren weichen. Gingen sie nicht freiwillig, wurden sie vertrieben. Ihre Nachbarn schauten verächtlich auf sie herab, Ausgrenzung und Mobbing waren ihre täglichen Begleiter. Waren sie einst die Herren der Savanne gewesen, so sind sie heute Tagelöhner und Bittsteller. Die Geschichte des Etoscha-Parks ist ein Unglück für Afrikas gefährdete Menschen. (http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,502470,00.html)

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