Hochzeit mit dem Wissen um Bi-Sein
Bi-Sein kann Verschiedenes bedeuten. So ist es schon ein Unterschied, ob die Frage aus dem Mund eines Bi-Mannes kommt, der ansonsten ziemlich auf Frauen steht und eine Gefühlsbeziehung auch nur mit Frauen knüpfen kann, oder eines Bi-Mannes, der ziemlich auf die eigenen Geschlechtsgenossen steht, aber nicht abgeneigt ist, auch die holde Weiblichkeit zu vernaschen.
Meine Frau weiß nichts!
Besser wäre es, wenn Heiratswillige vor dem Gang zum Standesamt über ihre jeweiligen sexuellen Sehnsüchte sprächen. Dann wüssten sie, auf was sie sich einlassen, und spätere Spannungs- und Extremsituationen könnten vermieden werden. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus.
Auch dazu gibt's gute Gründe; außerdem werden mancherlei andere
"Geheimnisse" mit in die Ehe genommen.
Ich denke, dass nicht jeder Bi-Mensch heiraten darf. Zwar besteht
eine Ehe aus weit mehr als aus Sex - der hat in vielen Ehen ohnehin
irgendwann den niedrigsten Stellenwert, was durchaus zu Problemen
führen kann -, aber der Bi-Mensch müsste schon deutlich zum
anderen Geschlecht hin tendieren. Diese Selbsteinschätzung ist
oftmals getrübt durch Angst vor dem eigenen Schwulsein und führt
zu Fehleinschätzungen.
Die Meinung bezieht sich auf die standesamtlich geschlossene Ehe.
Bei "religiösen" Ehen würde ich jedem Bi-Mensch raten, die Finger
wegzulassen.
Bekomme ich diese Gedanken (mich) in den Griff?
Das "(mich)" habe ich in die Frage eingefügt, weil man(n) ja weiß,
was man(n) eigentlich will.
Die Gedanken bekommt man nicht in den Griff. Im Lied "Die
Gedanken sind frei" (siehe Wikipedia) heißt es über sie, "sie fliegen
vorbei, wie nächtliche Schatten" und "Ich denke, was ich will und
was mich beglücket" sowie "Mein Wunsch und Begehren kann
niemand verwehren [auch ich selbst nicht!; R], es bleibet dabei: Die
Gedanken sind frei!". - So weit, so gut. Sexuell geprägte Gedanken
sind jedoch nicht ganz so frei, wie man/frau es sich vielleicht
wünscht oder wie es der Liedtext suggerieren möchte. Man kann
sexuelle Gedanken nicht dem Vergessen anvertrauen, so wie man
vieles andere denkt und wieder vergisst.
Ob diese nicht in den Griff zu bekommenden Gedanken/Träume
jedoch zur Wirklichkeit werden, hängt von der Person ab, die von
ihnen geplagt, beflügelt, überfallen, motiviert, angestachelt und/oder
gereizt wird. Wenn die ihr "Wollen", ich will's (wieder) einmal mit
einem Mann machen, ehrlich beurteilt: "Ja, _ich_ _will_ Es
wirklich!", dann liegt der Gedanke auch nicht fern, dass Es passieren
_wird_, häufiger! Kann sich die Person jedoch vorstellen, dieses
Problem löse ich leicht im Handbetrieb, dann kann sie nach dem
Motto leben "Ich denke, was ich will und was mich beglücket, doch
alles in der Still' und wie es sich schicket." -
Dann brauchst Du Deine Gedanken auch nicht in den Griff zu
bekommen, den Rest regelt die Hand. Aber Vorsicht! Die Hand kann
zwar viel, aber nicht alles, vor allem wird sie nie die eines anderen
Mannes sein. So eine simple Tatsache kann u.U. plötzlich und
unerwartet das ohnehin dünne Sicherungsseil reissen lassen,
schließlich lockt der Markt.
Wem nutzt eine Ehe, die nur solange hält, bis die Kinder aus dem
Haus sind? - Mir wäre das Risiko zu hoch. Ich kenne Dramen, die
dadurch entstanden.
Zum Thema eine Diskussion:
http://www.med1.de/Forum/Homo.Hetero.Bi/306096/
Besser wäre es, wenn Heiratswillige vor dem Gang zum Standesamt über ihre jeweiligen sexuellen Sehnsüchte sprächen. Dann wüssten sie, auf was sie sich einlassen, und spätere Spannungs- und Extremsituationen könnten vermieden werden. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus.
Auch dazu gibt's gute Gründe; außerdem werden mancherlei andere
"Geheimnisse" mit in die Ehe genommen.
Ich denke, dass nicht jeder Bi-Mensch heiraten darf. Zwar besteht
eine Ehe aus weit mehr als aus Sex - der hat in vielen Ehen ohnehin
irgendwann den niedrigsten Stellenwert, was durchaus zu Problemen
führen kann -, aber der Bi-Mensch müsste schon deutlich zum
anderen Geschlecht hin tendieren. Diese Selbsteinschätzung ist
oftmals getrübt durch Angst vor dem eigenen Schwulsein und führt
zu Fehleinschätzungen.
Die Meinung bezieht sich auf die standesamtlich geschlossene Ehe.
Bei "religiösen" Ehen würde ich jedem Bi-Mensch raten, die Finger
wegzulassen.
Bekomme ich diese Gedanken (mich) in den Griff?
Das "(mich)" habe ich in die Frage eingefügt, weil man(n) ja weiß,
was man(n) eigentlich will.
Die Gedanken bekommt man nicht in den Griff. Im Lied "Die
Gedanken sind frei" (siehe Wikipedia) heißt es über sie, "sie fliegen
vorbei, wie nächtliche Schatten" und "Ich denke, was ich will und
was mich beglücket" sowie "Mein Wunsch und Begehren kann
niemand verwehren [auch ich selbst nicht!; R], es bleibet dabei: Die
Gedanken sind frei!". - So weit, so gut. Sexuell geprägte Gedanken
sind jedoch nicht ganz so frei, wie man/frau es sich vielleicht
wünscht oder wie es der Liedtext suggerieren möchte. Man kann
sexuelle Gedanken nicht dem Vergessen anvertrauen, so wie man
vieles andere denkt und wieder vergisst.
Ob diese nicht in den Griff zu bekommenden Gedanken/Träume
jedoch zur Wirklichkeit werden, hängt von der Person ab, die von
ihnen geplagt, beflügelt, überfallen, motiviert, angestachelt und/oder
gereizt wird. Wenn die ihr "Wollen", ich will's (wieder) einmal mit
einem Mann machen, ehrlich beurteilt: "Ja, _ich_ _will_ Es
wirklich!", dann liegt der Gedanke auch nicht fern, dass Es passieren
_wird_, häufiger! Kann sich die Person jedoch vorstellen, dieses
Problem löse ich leicht im Handbetrieb, dann kann sie nach dem
Motto leben "Ich denke, was ich will und was mich beglücket, doch
alles in der Still' und wie es sich schicket." -
Dann brauchst Du Deine Gedanken auch nicht in den Griff zu
bekommen, den Rest regelt die Hand. Aber Vorsicht! Die Hand kann
zwar viel, aber nicht alles, vor allem wird sie nie die eines anderen
Mannes sein. So eine simple Tatsache kann u.U. plötzlich und
unerwartet das ohnehin dünne Sicherungsseil reissen lassen,
schließlich lockt der Markt.
Wem nutzt eine Ehe, die nur solange hält, bis die Kinder aus dem
Haus sind? - Mir wäre das Risiko zu hoch. Ich kenne Dramen, die
dadurch entstanden.
Zum Thema eine Diskussion:
http://www.med1.de/Forum/Homo.Hetero.Bi/306096/